Als Pfarrer Jacob Ellrod am 7. Mai 1656 im Gefreeser Kirchenbuch erstmals das Gregoriusfest erwähnte, konnte wohl niemand ahnen, dass aus dieser kleinen Schulfeier einmal das heutige Wiesenfest entstehen würde. Über Jahrhunderte entwickelte sich daraus eine Tradition, die aus dem Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken ist.
Anlässlich des 370-jährigen Jubiläums veröffentlicht das Historische Forum nun eine neue Festschrift zum Gefreeser Wiesenfest. Die Chronik beleuchtet die Entwicklung des Festes von seinen Anfängen als Gregoriusfest bis in die Gegenwart und dokumentiert zahlreiche Bräuche, Traditionen und Veränderungen im Laufe der Zeit.
Neben historischen Hintergründen und Dokumenten enthält das Heft zahlreiche bislang wenig bekannte Fotografien, Zeitungsberichte und Erinnerungen rund um Festzüge, Frühschoppen, Vereine und das gesellschaftliche Leben während des Wiesenfestes. Damit wird nicht nur Festgeschichte erzählt, sondern zugleich ein Stück Stadtgeschichte bewahrt.
Das Jubiläumsjahr fällt zudem mit einer besonderen Auszeichnung zusammen: Die insgesamt 34 Heimat- und Wiesenfeste der Region wurden offiziell in das Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die Bayerische Staatsregierung würdigt damit das ehrenamtliche Engagement hinter diesen Festen sowie deren Bedeutung für die regionale Identität und kulturelle Vielfalt.
Heft 17 der Reihe „Gefreeser Geschichte(n)“ ist ab sofort für 12 Euro an allen bekannten Verkaufsstellen erhältlich.

